Podcast - was ist das?

20.04.2012 | Infopodcast

Als Podcast bezeichnet man per Definition eine Mediendatei (Audio oder Video), die über das Internet zum freien Konsum auf Endgeräten mit passender Software angeboten wird. Der Wortstamm "Pod" leitet sich dabei vom bekannten MP3-Player iPod der Firma Apple ab. Der zweite Wortteil "Cast" ist eine Abkürzung für den englischen Ausdruck "Broadcasting", was nichts anderes als die Ausstrahlung oder Verbreitung einer Nachricht ist.

Podcasts lassen sich daher leicht mir einer Radio- oder auch Fernsehsendung vergleichen, wobei Podcasts den großen Vorteil haben, dass zwischen Ausstrahlung und Konsum ein asynchrones Verhältnis besteht. Konsumenten entscheiden daher ohne Zeitvorgabe, wann sie ihren Wunschbeitrag auf welchem Endgerät anhören bzw. ansehen.

Im Vergleich zu anderen Medien kann der Podcast stets aktuell gehalten werden. Podcasts sind in der Produktion kostengünstiger und es fällt, unabhängig von Länge und Zugriffszahlen, neben der tatsächlichen Traffic-Kosten kein Entgeld für die eigentliche Ausstrahlung an.

Ihren historischen Ursprung haben Podcasts als privates Medium, mit dem man Freunde und Bekannte über Gott und die Welt informieren konnte. Seit einigen Jahren werden Podcasts zu bestimmten Themen allerdings auch und vermehrt professionell produziert.

Handelt es sich um reine Tonbeiträge, ist das gängigste Audioformat dabei das vom Frauenhofer Insititut in Erlangen entwickelte MP3-Format. Mit Hilfe dieses Formats lassen sich - ohne einen merklichen Qualitätsverlust -  Audiodateien auf einen Bruchteil der Datenmenge komprimieren und so wesentlich bequemer und günstiger über das Internet verteilen.

Man könnte das sagen, das Jahr 2005 war das Jahr des Podcasts. Im August 2005 wurde das Wort "Podcast" in das Oxford Dictionary of English aufgenommen. Zusätzlich wurde es im gleichen Jahr noch zum Wort des Jahres gekürt.