Was versteckt sich hinter dem Namen Corporate Podcast?

18.07.2012 | Infopodcast

Eingangs klären wir erstmal den Begriff Podcast. Diesen gibt es nämlich erst seit dem Jahr 2000 und Podcast setzt sich aus folgenden zwei Wörtern bzw. Wortstämmen zusammen:

Pod – bennant nach dem iPod von Apple, dem ersten portablen mp3-Player, der sich weltweit durchgesetzt hat

Broadcasting – Übertragung (analog zur TV- oder Radioübertragung)

Nimmt man diese beiden Wortstämme als Grundlage und nimmt die Übersetzung könnte man den Podcast als eine Art portable Rundfunkübertragung definieren. Der Podcast ist allerdings in seiner Gestalt doch etwas anders. Er unterscheidet sich von der klassischen Rundfunkübertragung in mehreren Punkten: 

  • der Hörer bestimmt, wann er seine Wunschsendung anhört
  • der Hörer bestimmt, welche Sendung er abonniert und on demand herunterlädt bzw. abspielt
  • der Hörer ist in der Übertragungskette der Aktive, da er das Programm anfordert und in der Regel nicht beim Sendersuchlauf auf interessante Inhalte stößt; er ist der proaktive Part
  • die Übertragung kann auf unterschiedlichsten Kanälen und über diverse Endgeräte in unterschiedlichen Dateiformaten und Auflösungen stattfinden

Es existieren noch weit mehr Unterschiede, aber  bereits aufgrund der Genannten kann man die Definition etwas erweitern und konstatieren, dass der Podcast ein flexibles, portables on-Demand-Programm darstellt, das den Hörer auf unterschiedlichen Ebenen erreicht und von diesem angefordert wird.

Nahezu slebstverständlich ist die Erweiterung des Audio-Podcasts mit Videoinhalten und man spricht daher auch von Video-Podcasts und nicht einfach von Videos.

Vorteile der Podcasts im Vergleich zur herkömmlichen Übertragung

Über das Internet lassen sich zu allen erdenklichen Themengebieten Podcasts herunterladen, die dann am jeweiligen Abspielgerät zeitlich unabhängig nach Lust und Laune abgespielt werden können. Ganz egal, ob es sich dabei um aktuelle Nachrichten, wissenswerte Themen oder verschiedene Unterhaltungsprogramme handelt. Dabei steht der mündlich überlieferte Teil klar im Vordergrund – das Hörverstehen ist dabei der relevanteste Aspekt bei einer erfolgreichen Podcastserie.

Die Vorteile gegenüber einem normalen Radioprogramm liegen dabei auf der Hand:

  • Der Podcast ist zeitlich unabhängig abrufbar und muss sich dabei an keine Vorgaben in Bezug auf Dauer und Inhalt richten
  • Das Programm kann der Hörer selbst individuell nach eigenen Interessen zusammenstellen
  • Es existiert keine regionale Beschränkung (weltweiter Zugriff auf Themengebiete)


Podcasts können zudem abonniert werden. Auf diese Weise verpasst der Interessierte keine zukünftigen Folgen seines Lieblingspodcasts er bleibt immer auf dem Laufenden.
Der jeweilige Podcastbetreiber schafft so eine starke Bindung zum Hörer.


Corporate Podcast - was ist das und kann das was?

Die Definition des Corporate Podcast ist in der direkten Übersetzung sehr einfach: Firmen-Podcast

Der Wortstamm Corporate stammt aus der Marketing Sprache und ist dort in einigen Fachbegriffen der tragende Faktor: Corporate Identity, Corporate Design, Corporate Behaviour, Coporate Communication, Corporate Culture, Corporate Philosophy, etc.

Der Corporate Podcast ist in diesem Umfeld ein integrierter Begriff der Corporate Identiy, Corporate Communication und  des Corporate Behaviour.

Damit erfüllt der Corporate Podcast die Ansprüche der im Idealfall unverwechselbaren Unternehmensidentität, Unternehmenskultur, Unternehmenskommunikation und dem Verhalten des Unternehmens. 

So kann der Corporate Podcast auch zu einem Aushängeschild des Unternehmens werden und Mitarbeiter wie Kunden an das Unternehmen binden und für Produkte/Dienstleistungen begeistern.

Für viele führende Unternehmen war es daher auch nur eine Frage der Zeit, bis dieses Marketinginstrument auch für die eigenen betrieblichen Belange gewinnbringend eingesetzt wurde.

Die zeitliche Flexibilität und die bloße Vielfalt an Möglichkeiten zur Inhaltsgestaltung von Podcasts bietet den Unternehmen viele Vorteile:

  • Potentielle Kunden werden stärker an die Firma und deren Firmenphilosophie gebunden 
  • Der Hörer kann sich mit der Firmenphilosophie und -vision identifizieren und bekommt einen Einblick in die  Unternehmensstrukturen
  • Es entsteht ein Austausch zwischen Kunden und Anbietern
  • Mitarbeiter können auf diesem Weg geschult und informiert werden
  • Man kann komplexe (technische) Fragen ausführlich erklären

Darüber hinaus gibt es je nach Einsatzzweck noch unzählige weitere Vorteile von Corporate Podcasts. Diese müssen der Kampagne entsprechend definiert und in den Vordergrund gestellt werden.

Im Idealfall gelingt es einem Unternehmen einen festen Podcastkanal zu installieren, der analog zum Firmennewsletter unzählige Abonennten gewinnt. Das erste Ziel zur Umsetzung muss es sein, der anvisierten Zielgruppe entsprechend Vertauen aufzubauen. Dies kann durch besonders informative, ehrliche, witzige, ernste usw. Stilmittel erreicht werden.

Über allem steht allerdings ein gewisser Grad an Professionalität in der Umsetzung. Es wäre fatal, Podasts zu produzieren, die akustisch unbrauchbar sind, deren Sprachverständlichkeit durch technische Mängel leidet oder die Inhalte lieblos aneinandergeklatscht transportiert werden.

Selbstverständlich können Coporate Podcasts auch Werbebotschaften für neue oder Bestandskunden beinhalten. Eine ausschließliche Fokussierung auf Werbesprüche schreckt Abonennten allerdings schnell ab und sollte daher unbedingt vermieden werden. Gehen Sie daher mit klarem Kopf an die Textgestaltung oder lassen Sie sich dabei von Kommunikationsprofis helfen.

Am Ende sollten beide Seiten der Kommunikationskette das Gefühl haben, einen Mehrwert von diesem starken Kommunikationselelement zu erhalten.

 

Die Kosten

Zum Schluss gehen wir noch auf den betriebswirtschaftlich wichtigsten Faktor ein: das liebe Geld.

Reine Podcastproduktionen kosten einen Bruchteil von Radio-, Print-, oder TV-Werbung. Es entfallen die Kosten für das Ausstrahlungsgebiet oder die Tausenderkontaktpreise der Auflagezahlen.

Ein Beispiel:

Normale Radiowerbung setzt sich immer aus zwei Preisen zusammen:

Den einmalig zu entrichtenden Produktionskosten und den jeweils anfallenden Preisen pro Sendesekunde.
Bei der Podcastproduktion fällt der zweite, wesentlich größere, Summand weg und das bei einer potentiell wesentlich höheren Reichweite.